21. April 2011

Schattenzeit (Gregor Theus) 7,20




60 minütige Dokumentation über drei schwer depressive Menschen, die in der Berliner Charité behandelt werden. Theus interessiert der wissenschaftliche Aspekt und Status der Behandlungsmethoden sehr, so wird etwa eine Reizung des Gehirns im OP sehr ausführlich begleitet. Der Regisseur, der schön auf die porträtierten Patienten eingeht, will weder künstlerisch noch generell filmisch originell sein, sondern bietet nicht mehr und nicht weniger als nüchterne Aufklärung über eine lang verdrängte Volkskrankheit – hier in ihrer Extremausprägung dokumentiert.

Kommentare:

  1. Ich mache eigentlich nicht gerne für andere Blogs als "Whoknows Presents" Werbung. ;) - Da du aber sehr viele deutschsprachige Filme besprichst, stellt sich die Frage, ob du nicht bei der DÖS-Aktion des Intergalaktischen Affenmanns dabei sein möchtest. - Ist natürlich nur ein Vorschlag, der mir im Zusammenhang mit deiner Besprechung in den Sinn kam.

    AntwortenLöschen
  2. Danke für den Hinweis - natürlich habe ich von der Aktion schon mitbekommen. ;) Sie deckt sich nur nicht ganz mit meiner Philosophie, für mich ist es nämlich in erster Linie eher egal, ob ein guter (oder schlechter) Film aus Österreich, Deutschland, Uganda oder Libyen kommt. :)

    Nur aus der Schweiz kenne ich leider immer viel zu wenig Filme.

    Jedenfalls ist es für mich, wie sicher schonmal erwähnt, schon schwierig, hier auf meinem Blog Filme etwas ausführlicher zu besprechen, daher plane ich da nichts Besonderes für die DÖS-Aktion. Aber vielleicht stelle ich ja bis Jahresende doch mal eine Auswahl zusammen, mit meinen Lieblingsfilmen oder den besten völlig Unbekannten oder so.. :)

    AntwortenLöschen
  3. Das geht natürlich völlig in Ordnung. Ich arbeite mich an meinen Besprechungen selber mühsam ab und träume all den Filmen nach, die ich während der Zeit hätte geniessen können. :)

    Mein Vorschlag war nur für den Fall gedacht, dass du von der Sache noch nichts gehört haben solltest. Teil dir deine Zeit so ein, dass du mit deinem Blog nicht in Bedrängnis kommst! Und lass dir ruhig den einen oder anderen Film aus der Schweiz entgehen: Sooo gut sind wir auch wieder nicht. ;)

    AntwortenLöschen
  4. "Sie deckt sich nur nicht ganz mit meiner Philosophie, für mich ist es nämlich in erster Linie eher egal, ob ein guter (oder schlechter) Film aus Österreich, Deutschland, Uganda oder Libyen kommt."

    Das ist auch genau richtig. Es ist nur ein Effekt, daß die Exotik sich einen Vorrang in der Kritik erschlichen zu haben scheint und dies ist wiederum ein Trugschluß, weil es ja viel mehr Nicht-DÖS-Filme als DÖS-Filme gibt. Genaugenommen sollte man sogar in der Ferne soweit wühlen, wie es das Verständnis des DÖS-Films erfordert. Es wäre nicht Genüge damit getan, den DÖS-Film als unabhängigen Teil zu empfinden, der in keiner Wechselwirkung steht, wenngleich in den letzten Dekaden zumeist eher einseitig. Nur geht es eben auch um die Erfahrung, die Qualität aus den DÖS-Ländern überhaupt wahrzunehmen. Genau dies scheint Teil deiner Arbeit zu sein, weshalb ein Konsens bereits zu bestehen scheint. Wie du deinen genauen Beitrag gestaltest, lieber Paule, das obliegt ja ohnehin dir. Auch deine Philosophie hierzu steht dir frei zu äußern. Wichtig ist die Wahrnehmung als solches. In einer amorphen Form bist du also schon lange ein Dösperado. Zur Dösplomatie ist es da nur noch ein kleiner Schritt. :)

    AntwortenLöschen
  5. Dösperado, das gefällt mir. :) Dass ich auf diesem Blog schon viele gute DÖS-Filme besprochen habe, stimmt. Und es liegt eigentlich auch auf der Hand, denn kurioserweise halte ich das deutschsprachige Kino (bzw. "Fernseh"-Filme) durchaus für überpräsent in den hiesigen Medien. Während z.B. asiatische Filme ja überhaupt nicht wahrgenommen werden geschweige denn mal im Kino vermarktet werden.

    Das mit der Wechselwirkung finde ich interessant...und es stimmt schon, dass "wir" zu DÖS Filmen ja auch eine intime Beziehung haben und daher dieser Bereich eine besondere Behandlung durchaus verdient.

    Aber oft scheitert auch der Transfer vom Ö zum D beispielsweise. ;) Mal sehen, ob die großartige Komödie "Die unglaubliche Entführung der Frau Elfriede Ott" in Deutschland noch beachtet wird...

    AntwortenLöschen
  6. "unabsichtlich" natürlich, nicht unglaublich

    AntwortenLöschen