31. Januar 2010

Faustrecht (Bernard Weber) 8,0

Wieder eine Doku, und zwar ganz einfach eine nüchterne TV-Reportage über zwei Jugendliche mit großer Gewaltbereitschaft und -aktivität, die in der Zwangstherapie bzw. in ihrem Privatleben über zwei Jahre begleitet werden. Einem sehr heißen Gegenwartsthema wird hier durch Tim und Gibran ein menschliches Gesicht verliehen.

Einblicke in die therapeutische Arbeit, offene und ehrliche Aussagen der beiden Schläger, teilweise dramatische Wendungen in ihrem Leben, aber auch positive Signale - das waren interessante 85 Minuten Sozialreportage ohne Sensationalismus. Nicht mehr und nicht weniger.


Demnächst stehen dann wieder mehr Spielfilme auf dem Programm...

Kommentare:

  1. jop, kam gestern auf 3sat.

    Bei solchen "Tips" im Nachhinein ist es halt immer ein bisserl blöd, weil es oft bei einer Ausstrahlung bleibt und das wars dann.

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  2. Nehm's Dir nicht übel. Hatte ich auch gelesen, entschied mich aber für "Barfly" (herrlicher Begriff), der zeitgleich lief, und den ich noch nicht kannte. Ich ging da uninformiert ran und dachte nach der halben Stunde: Hm, ist "Factotum" etwa ein Remake? Dat ist ja genau dasselbe - nur besser". Also muss ich Dich eher hier in die Pflicht nehmen, Paul. Wenn wieder sowas wie die Barfliege kommt, dann musst Du drauf hinweisen ;)

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  3. sowas wie Barfly, ist dann also eh nur Factotum ;)
    dann werde ich dich jetzt jedesmal, wenn dieser Film kommt, vorher informieren.

    Du Alki ;)

    Beide Versionen sind mir aber auch als sehr gut in Erinnerung, von Bukowski selbst hab ich leider bis dato nur Factotum gelesen, war natürlich nochmal geiler als der Film.

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  4. Factotum (habe geluschert) haste aber auch mit 2 Punkten weniger bewertet, so wie ich. Barfly hatte wiederum noch einen ganz anderen Vibe, während Factotum sicherlich selbstzerstörerisch-trostloser war. Habe leider noch nichts von Bukowski gelesen, sollte ich aber wohl dringend mal nachholen.

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  5. Tatsächlich? Da hab ich mir wohl das, was mir in Factotum weniger gefiel, inzwischen weggesoffen. Oder im Nachhinein schöner.

    Gut, dass ich mittlerweile ein Filmtagebuch führe. ;)

    Ja, Lesen ist toll, auch dabei kann man sich Eier schaukeln lassen!

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