2. November 2010

Monuments (Redmond Entwistle) 6,55




Drei Männer gehen auf die Kamera zu. Es sind Schauspieler, die Architekten bzw. Künstler verkörpern. Gemeinsam schreiten die Herren zu Plätzen und Gebäuden in New York und New Jersey, die sie gestaltet oder mit denen sie sich intensiv beschäftigt haben. Immer wieder fährt ein Kopierer über Artikel, die einst von den Herren verfasst wurden und darüber wird dann philosophiert. Oft schwer verständlich für den Laien, sehr speziell, aber es scheint immer ein angenehmer Humor durch.

Es ist ein halbstündiger Special Interest Film, für dessen Verständnis man vermutlich in der Materie drin sein muß, dennoch gelingt es Entwistle auch für einen völlig Außenstehenden ein faszinierendes Erlebnis zu schaffen, indem er die Protagonisten seines Essayfilms auf Wanderschaft schickt und so Mensch und öffentlichen Raum geschickt miteinander interagieren lässt. Das Sperrige wird mitunter durch filmisch durchaus beeindruckende Sequenzen (wie etwa den Ausklang) oder schräges Monologisieren aufgelockert und so lässt sich selbst, wenn man weniger von der Materie versteht, von einem feinen, mit Liebe produzierten Film sprechen.

Kommentare:

  1. Paul, ich finde es ja prinzipiell toll, dass du über Filme schreibst, die keine Sau kennt. Aber hin und wieder könntest du ja vielleicht einmal ein Filmchen einstreuen, von dem der Otto-Normal-Filmfan auch mal was gehört hat :-)

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  2. Da ich gerade die Viennale abarbeite, wird das in dieser Tonart noch ein bisschen so weitergehen, aber da kommt in Bälde dafür ein echter Kracherfilm!

    Ich schreibe einfach chronologisch über das, was ich so ansehe...vom "Mainstream" sind da bei den nächsten 20 vielleicht 3 oder 4 dabei. ;)

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